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Wissenswertes zur Trächtigkeit bei Katzen

By Praxis on 30. März 2010 in Informationen
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Die Trächtigkeitsdauer beträgt ca. 66 Tage (zwischen 64 und 69 Tage nach Deckakt).
Am 14. Tag können vom Tierarzt schon die fruchtwassergefüllten „Ampullen“ im Bauch getastet werden.
Ab dem 24. Tag ist es möglich, per Ultraschall die Herzaktivität der Welpen nachzuweisen. Ab dem 43. Tag können die Skelette der Welpen im Röntgenbild dargestellt werden. Jetzt ist auch eine verlässliche Aussage über die Anzahl der Welpen möglich.

Die Geburt:

Vorbereitungsphase:
viele Katzen verweigern die Futteraufnahme 24-48 Stunden vor der Geburt. Sie beginnen jetzt bereits vermehrt nach Orten zu suchen, an denen sie gebären können. Lassen Sie Ihrer Katze die Ruhe, die sie braucht. Am besten ist es, wenn sie schon einige Zeit vor dem Geburtstermin ein größeres Körbchen oder eine Wurfbox zur Verfügung hat.
Im Ultraschall kann man jetzt die Größe des Welpenschädels messen. Ein Welpe mit 2,5 cm Schädeldurchmesser ist „reif“.

Öffnungsphase:
Dauer ca. 6-12 Stunden. Wehen sind an sich nicht erkennbar, die Katze liegt jetzt vermehrt im Körbchen. Jetzt ist absolute Ruhe angesagt. Unerwarteter Besuch, ständiges „Nachsehen“ etc. kann die Katze stören. Wenn der Welpe vor dem Muttermund liegt, setzt die Bauchpresse ein. Diese ist als „Wehe“ sichtbar. Nun fängt die Austreibungsphase an.

Geburtsstörungen:
Hinweise darauf können sein: konstante Bauchpresse, starke Bauchpresse während der Austreibungsphase, Aufhören der Bauchpresse und Ermattung der Katze für 2-3 Stunden nach der Austreibung eines Welpen.
Wenn diese Symptome eintreten, rufen Sie bitte Ihren Tierarzt an. Ein Kaiserschnitt muss allerdings nicht immer durchgeführt werden. In den meisten Fällen wird erst einmal mit einem wehenstimulierenden Medikament (Oxytocin) die Austreibung angeregt. Dieses kann man in 30-minütigem Abstand drei mal versuchen. Erst dann ist die Indikation eines Kaiserschnitts gegeben. Der Kaiserschnitt erfolgt in Vollnarkose, oft mit Narkosemitteln, die wieder antagonisiert, d.h. rückgängig gemacht werden können. Oft wird vorher besprochen, ob die Katze dabei kastriert werden soll oder nicht.

Die Welpen:
Katzenwelpen kommen im Abstand von 10-30 Minuten. In einigen Fällen kann es dazwischen bis zu einer Stunde dauern. Die Eihaut wird, wenn nicht schon offen, von der Mutterkatze aufgebissen und die Nabelschnur durchgebissen. Falls die Katze das nicht macht können Sie auch vorsichtig mit den Fingern die Haut zerreißen und entfernen. Die Plazenta liegt ringförmig um den Welpen und wird mit entfernt. Die Nachgeburt geht kurze Zeit danach (ca. 5 Minuten) ab. Die meisten Katzen fressen die Nachgeburt auf. Bei Einigen kann dies an den folgenden Tagen Durchfall auslösen.
Sie können der Mutterkatze beim Trocknen der Welpen helfen, indem Sie mit einem Handtuch vorsichtig das Fell reiben. Das regt auch Atmung und Kreislauf an. Katzenwelpen suchen kurz nach der Geburt bereits die Zitzen und fangen an zu saugen.
Bei einer normal verlaufenden Geburt haben Sie so gut wie nichts zu tun. Praktisch ist es, eine Welpentabelle anzulegen, in der kurz nach der Geburt und an jedem folgenden Tag das Gewicht eines jeden Welpen eingetragen werden kann. Denken Sie daran, bei jedem Kontakt mit den Welpen vorher die Hände zu waschen und zu desinfizieren.
Die Gewichtszunahme sollte täglich ca. 5% betragen. Sollten die Welpen nach der Geburt nicht gleich an die Zitze kommen, können Sie sie an die Zitze anlegen. Lebensschwache Welpen haben oft keinen Saugreflex. Wenn ein Welpe nicht zunehmen sollte, kann mit spezieller Katzenwelpenmilch zugefüttert werden. Diese gibt es bei Ihrem Tierarzt oder im Fachhandel.

Geschrieben von Ewa Maier

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