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Fallbericht: Lipom bei einem Hund

By Praxis on 5. Juni 2012 in Fallberichte
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Lipom bei einem Schäferhund

Im Rahmen der Sprechstunde wurde uns ein Hund mit einem Lipom (gutartiger Fettgewebstumor) an der seitlichen Brustwand vorgestellt.

Im Allgemeinen wird ein solcher gutartiger, meist langsam wachsender Tumor, nur in Ausnahmefällen operativ angegangen. Gründe für ein solches Vorgehen sind Lage und oder Ausmaß des Tumors.

Im vorliegenden Fall war der Tumor über 30cm groß. Der Patient wurde von uns i.m. mit einer Medikamentenkombination sediert und im weiteren für die Operation vorbereitet.

 

Die Schnittführung erfolgt etwas seitlich der höchsten Erhebung von dorsal nach ventral um möglichst wenig Blutungen zu verursachen.

 

Anschließend wird der Tumor, der sich oft durch Bindegewebssepten vom umgebenden „gesunden“ Fettgewebe abgrenzt, herausgelöst

 

Da der Tumor ein Teil des Körpers ist wird er natürlich auch durch mehrere Blutgefäße versorgt. Diese müssen sorgfältig ligiert oder gekautert werden, da der Blutverlust sonst durchaus lebensbedrohlich werden kann.

 

Die in diesem Fall sehr große Wundhöhle muß so verkleinert werden, daß möglichst wenige Hohlräume zurückbleiben in denen sich Wundflüssigkeit sammeln kann.

Beim Verschluß der Wunde wurden daher auch Drainagen eingelegt.

                                  

Post OP wurde der Patient mit Infusionen, Antibiose, Schmerzmedikation, sowie nach der Aufwachphase mit einem Brustverband versorgt. Die Drainagen wurden 3 Tage post OP gezogen. Eine Serombildung konnte leider nicht ganz verhindert werden, es kam aber zu keinen schwerwiegenden Komplikationen. Auch eine Punktion des Seroms war nicht nötig.

                   

 

 

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