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Katze mit Querfraktur im Oberschenkel und Zwerchfellriss

By Praxis on 15. Juli 2012 in Fallberichte
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Im Notdienst wurde uns eine Katze (m, ca. 11 Monate) nach einem Autounfall vorgestellt. Die Erstversorgung wurde vom Haustierarzt vorgenommen.

Nach Stabilisierung konnte  eine Übersichtsaufnahme angfertigt werden.

Es konnten folgende Diagnosen gestellt werden:

1.) Traumatisch bedingter Zwerchfellriß

2.) Querfraktur des Oberschenkels mit einem weitern Fragment

Der Patient wurde mit Infusionen versorgt und einen Tag stabilisiert. Eine Prä-OP Kontrolle der Blutwerte ergab keine Auffälligkeiten.

Am Operationstag sind nochmals aktuelle Röntgenbilder angefertigt worden. Die Einleitungsnarkose konnte intravenös verabreicht und anschließend als Intubationsnarkose mit aktiver Beatmung weitergeführt werden.

Der Patient wurde in Rückenlage ausgebunden und das Operationsgebiet gründlich vorbereitet. Der Hautschnitt lag in der Medianen bis an das Sternum. Bei Eröffnung der Bauchdecke wurde die aktive Beatmung verstärkt, da ab diesem Zeitpunkt die Lunge kollabiert. Im Operationssitus stellte sich ein Abriß des Zwerchfells im gesamten ventralen Bereich dar. Beide Pleuralhöhlen waren Eröffnet und die Leber sowie Teile des Magens, Dünndarms und des Pankreas befanden sich im Brustraum.

                                     

Der Zwerchfellrand wurde mittels eines antimikrobiell beschichteten Vicrylfadens wieder fixiert und ein Thoraxdrain mit Heimlichventil in die Brusthöhle vorgeschoben. Anschließend mußte der Unterdruck wieder hergestellt und vorhandene Wundflüssigkeit abgesaugt werden.

                              

                   

  

Die Bauchdecke wurde in drei Schichten wieder verschloßen und das Heimlichventil an der Bauchdecke fixiert. Nach einer weitern Kontrolle des Unterdrucks konnten die Post-OP Bilder angefertigt werden.

                     

Punkt 1 zeigt die Lage des Katheters und Punkt 2 die Naht des Zwerchfells.

Der Patient bekam Antibiotika sowie Schmerzmedikamenten. Eine Intensivüberwachung in den nächsten 2 Tagen war erforderlich.

Nach 4 Tagen war der Zustand des Patienten soweit stabil, daß die 2. Operation (Querfraktur es Oberschenkels) durchgeführt werden konnte. Aufgrund der vorangegangen Operation wurde die gleiche Narkose nochmals gewählt.

Aktuelle Röntgenbilder  Prä-OP.

Die Schnittführung wurde lateral vom Trochanter major bis zu den Condylen des Knies gewählt. Die Fragmente wurden sorgfälltig freipräpariert und aneinandergefügt.

Die Verplattung erfolgte mittels einer 2,7 er 8-Lochplatte im Sinner einer Abstützplatte.

          

6 Schrauben konnten gesetzt werden, da das ausgebrochene Fragment zu groß war um die letzten beiden Schrauben noch zu setzten.

Der Wundverschluß erfolgte ebenfalls in drei Schichten. Post OP wurden Kontrollbilder angefertigt um den Sitz der Platte zu überprüfen.

   

 

2 Comments

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