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Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose und Co. auch in Bayern ein Thema

By Praxis on 28. Juni 2005 in Informationen
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Alle Jahre wieder sind wir in der Voralpenregion es gewohnt, auf ein verlängertes Wochenende in die Region südlich der Alpen zu fahren und unsere lieben Vierbeiner dabei mitzunehmen. Leider vergessen wir dabei immer häufiger, dass mit unseren Haustieren auch die Parasiten reisen. Die Jahre mit Mückenplagen wechseln sich so mit Jahren der Zeckenplagen ab. Aufgrund der allgemeinen Erwärmung unseres Klimas können seit einigen Jahren Zecken- und Mückenarten der südlichen Länder auch in
Deutschland überleben. So kommen neue Krankheiten hinzu und andere breiten sich immer weiter aus.

So gibt es die Borreliose erst seit etwa 20 Jahren beim Hund in Deutschland. Die Anaplasmose (Pferde-Ehrlichiose) wird seit ein paar Jahren immer häufiger auch bei unseren Hunden hier in Bayern diagnostiziert. Auch bei Hunden, die nie in den südlichen Urlaubsgebieten waren. Auch typisch: mediterrane Krankheiten wie die Babesiose und Ehrlichiose können inzwischen auch in Deutschland erworben werden. Diese Parasiten sind in aller Regel nur auf dem Blutweg übertragbar und sorgen dafür, dass unsere vierbeinigen Freunde chronisch krank werden, wichtige Organe wie Leber oder Nieren zerstört werden und, wenn nichts gegen diese Krankheiten unternommen wird, auch das Leben stark gefährdet ist. Symptome dieser Krankheiten sind sehr unspezifisch und für den Laien nur schwer mit einer bestimmten Krankheit in Verbindung zu bringen.

In den meisten Fällen kommt es zu Müdigkeit, Leistungsschwäche und Futterverweigerung. Später treten leichte Blutungen aus der Nase auf oder punktförmige Blutungen in die Schleimhäute.
Da die Wirte dieser Erreger (Zecken und bestimmte Mückenarten) in Deutschland bereits endemisch vorkommen (d.h. hier leben können), bzw. mit über die Alpen gebracht werden und in unseren warm-feuchten Sommern bis zum Winter überleben, ist der einzig wirkliche Schutz eine prophylaktische und regelmäßige Behandlung. Am häufigsten werden sogenannte „Spot-ons“ verwendet, welche im Fall der Hunde ausschließlich beim Tierarzt erworben werden können. Wichtig dabei ist eine regelmäßige Anwendung und bei erstmaligem Gebrauch solcher Medikamente eine Beratung durch den Tierarzt um Anwendungsfehler zu vermeiden.

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